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Denk' doch 'mal:
Denkmal-Schutz oder
Denkmal-Zerstörung?

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Eines vorweg: Der Autor findet es wichtig, altes Kulturgut einschliesslich der Architektur einzelner Gebäude oder auch ganzer Stadtteile zu erhalten bzw. sorgfältig zu rekonstruieren.

Leider erweisen sich die "Schutzmassnahmen" oft als Bumerang: Das Amt für Denkmal-Schutz als Amt für Denkmal-Zerstörung?!

Todesurteil Denkmalschutz: Denkmalgeschütztes Ensemble in Plau am See

Ein eigentlich wunderschönes
Ensemble in Plau am See -
Opfer des DenkmalSchutzes!


Viele Gäste verstehen nicht, dass noch immer so viele Ruinen und verfallene Gebäude in Ostdeutschland das Bild des Landes verunstalten. Vieles sieht heute wesentlich schlimmer aus als vor 20 Jahren, weil seit der "Wende" nichts mehr dran gemacht wurde.

Es gibt viele Gründe für den Verfall:

Fehlendes Geld, mangelndes Interesse der neuen - nicht selten westdeutschen und damit weit weg wohnenden - Eigentümer an den hinzugewonnenen und oft unrentablen Immobilien oder noch immer ungeklärte Eigentumsverhältnisse (wieso eigentlich nach so langer Zeit??!!)

Todesurteil Denkmalschutz:

Besonders tragisch aber ist es, dass viele Gebäude nicht restauriert werden, weil der Denkmal-"Schutz" Auflagen erteilt, die eine sinnvolle Nutzung der betroffenen Gebäude nicht zulässt. Also werden diese an sich schützenswerten Gebäude gar nicht restauriert und in den meisten Fällen nicht 'mal so gegen Alter, Wind und Wetter geschützt, dass sie wenigstens nicht noch mehr Schaden nehmen. Vielleicht ist der Eigentümer froh, wenn das alte Ding endlich in sich zusammenfällt . . .

Dabei sind es keineswegs immer oder auch nur überwiegend private Eigentümer: Oft sind es die Kommunen selbst bzw. Land und Bund, denen nach der Auflösung der DDR diese Immobilien zugefallen sind. Jetzt werden sie oft für nicht viel mehr als einen symbolischen Preis zum Verkauf angeboten, aber wer will sich schon so ein altes Haus mit Denkmalschutz-Auflagen "an die Backe binden"?

Selbst der Erwerb einer Immobilie, die nicht als Einzel-Denkmal ausgewiesen ist, kann Probleme mit sich bringen, denn so ein altes Haus kann jederzeit noch nachträglich unter "Schutz" gestellt werden.

In fast allen Städten gibt es aber sowieso "Sanierungsgebiete", in denen es strenge Vorschriften gibt für die Sanierung der Gebäude. Das ist sicherlich eine gute und sinnvolle Sache, um die wunderschönen alten, einheitlichen Stadtbilder zu erhalten. Klare Vorschriften und damit klare Bedingungen für die Bauherren!

"EinzelDenkmal" hingegen, das bedeutet: Jeder noch so kleine Schritt muss mit der zuständigen Behörde abgestimmt werden. Papierkrieg und Besprechungen ohne Ende. Wer kann und will sich das schon leisten?

Fazit:

Viele alte Gebäude könnten saniert und gerettet und die Stadtbilder verschönt werden, wenn man die betroffenen Immobilien aus dem Denkmalschutz entlassen würde. Kommunal entwickelte Bauvorschriften (sog. Sanierungssatzungen) reichen in vielen - den meisten! - Fällen vollständig aus.

Oder: Bund und Land und Kommunen müssten die unter Denkmalschutz stehenden Gebäude mit eigenen Mitteln sanieren (wozu sie eigentlich - sofern sie Eigentümer der Immobilien sind - sogar gesetzlich verpflichtet wären . . .) und ggf. selbst nutzen: Als Museen, Kulturstätten, Wohnungen, (verpachtete) Geschäftsräume etc. Aber dazu reichen die öffentlichen Gelder natürlich auch nicht aus.

Es gibt nur einen realistischen Weg:
Rettet die alte Bausubstanz - schützt sie vor dem Denkmalschutz!


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Eine Anmerkung zum Schluss:

Vielleicht finden Sie als Leser(-in) diesen Beitrag "miesmacherisch" und unangemessen. Journalisten und Publizisten dürfen aber nicht immer alles nur "schönreden". Schreiben Sie uns gerne eine Email an gerlich@netrex.de - eine lebendige Diskussion über zukunftsgerichteten DenkmalSchutz wäre so ziemlich das Beste, was daraus werden könnte.

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